Berliner QS Events im September

Im September finden gleich zwei Treffen der Berliner Quantified Self Gruppe statt. Für Startups, Entwickler, Designer und Unternehmer aus dem Quantified Self Umfeld findet am 4. September in der Bar „Mein Haus am See“ ein offenes Meet & Greet zur Vernetzung der Szene statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sie hier.

Am 8. September findet das offizielle Show & Tell Meetup der Berliner Quantified Self Community statt. Hier erwartet das Publikum mehrere Vorträge von Self-Trackern und Startups. Die vorläufige und unvollständige Beschreibung des Programms beinhaltet folgende Themen:

Richard Spindler hat Tim Ferris‘ Ratschläge zur Effektivitätssteigerung im Selbstmanagement wie auch in der Fitness intensiv in der Praxis erprobt. Einen Einblick in seine Erfahrung gibt er mit seinem Talk „Vom Notwendigen zum Praktischen, Minimal Diät und Foodtracking“. Ebenfalls aus Sicht der Self-Tracker berichtet Christian Kleineidam über seine Erfahrung mit Anki, einer Lernsoftware nach dem Spaced Repetition System.

Mit Archivy und WATTlive präsentieren zwei Startups aus dem Berliner Raum ihren Bezug zu Quantified Self und der Nutzung persönlicher Daten. Diese beiden Unternehmen zeigen wie die Erfassung und Analyse von Informationen über das Verhalten und das Umfeld von Menschen technologischen Fortschritt ermöglicht. Archify ist eine persönliche Suchmaschine die es ermöglicht schnell und einfach Informationen, die man schon mal gesehen hat, wiederzufinden. Dazu speichert Archify die eigene Webhistorie, Aktualisierungen in sozialen Netzwerken und Emails in einem zentralen, privaten Archiv. Max Kossatz, Co-Founder von Archify, zeigt wie der Dienst zum Lifelogging eingesetzt werden kann und durch statistische Auswertung ein umfangreiches Feedback über das persönliche Verhalten im Internet liefert.
WATTlive entwickelt innovative und motivierende Produkte und Online-Dienste, die Benutzern ihren Energieverbrauch und ihren Einfluss zur Energieeinsparung vor Augen führen. Das System des Berliner Startups erfasst den Stromverbrauch aber auch Umweltfaktoren wie Temperatur, Helligkeit oder Luftqualität. Philipp Mahr von WATTlive zeigt beim Berliner Meetup wie das System seinen Benutzern spielerisch hilft ihren Stromverbrauch zu verstehen und Energie zu sparen.

Darüber hinaus ist die Bühne offen für weitere Präsentationen von Self-Trackern und Startups über ihren Bezug zur Nutzung persönlichen Daten. Wer spontan präsentieren möchte kann eine PPT/ Keynote / PDF Präsentation bis zu einem Umfang von 15 Minuten mitbringen. Der Eintritt ist kostenlos.

Quantified Self am KIT

Marcia Nißen studiert Wirtschaftsingenieurwissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie. In Ihrer Seminararbeit „Die Bedeutung der Quantified Self Bewegung im gesundheitsorientierten Kontext“ hat sie die bisher grundlegendste deutschsprachige Erörterung von Quantified Self und Self-Tracking in Abgrenzung zu Technologietrends wie Telemedizin verfasst. In dieser geht sie auf medizinisch und nicht-medizinisch motivierte Anwendungsfälle des Self-Trackings ein und zeigt Potentiale des Konzepts von Quantified Self auf. Ihre Forschung zur Motivation hinter Quantified Self wird Marcia Nißen in ihrer Bachelorarbeit vertiefen. Ihre Seminararbeit finden Sie hier.

Das 5. Münchner Quantified Self Meetup

Beim 5. Münchner Quantified Self Meetup am 28. August stellen mehrere Self-Tracker und Unternehmen ihren Bezug zu persönlichen Daten vor. Das Programm umfasst unter Anderem folgende Themen:

Walter Scheuregger spricht getreu dem Motto „alles im grünen Bereich“ über Ernährung und Regulationsmechanismen des Stoffwechsels. Mit dem optischen Messverfahren erlauben die Geräte seiner Firma Mevitec eine nicht invasive Messung von Vitalitätsparametern auf Basis von Lichtstrahlen. Wie das Verfahren funktioniert und was es misst, können die Besucher des Meetups vor Ort ausprobieren.

Yago Veith vom Schweizer Unternehmen QUENTIQ möchte Menschen zu einer gesunden Lebensweise motivieren. Dazu werden bei der Gesundheitsplattform Vitalitäts- und Aktivitätswerte des Nutzers zu einem individuellen Health Score® berechnet und in einer Zahl von 1 bis 1.000 ausgedrückt. Wie mit Gamification zu einer gesünderen Lebensweise motiviert werden kann und über einen möglichen Einsatz des Health Score zur finanziellen Incentivierung berichtet der Head of Digital Marketing von QUENTIQ beim Münchner Meetup.

Soma Analytics entwickelt eine Smartphone Anwendung welche den Stresslevel ihres Nutzers erfasst und zu einem entspannteren Alltag beitragen möchte. Dazu analysiert die App die Interaktion mit dem Telefon über den Tag und misst den Schlaf in der Nacht. Christopher Lorenz, verantwortlich für die Datenverarbeitung bei Soma Analytics, stellt das junge Münchner Startup mit seinem Produkt vor.

Darüber hinaus ist die Bühne offen für Berichte von Self-Trackern über ihre Erfahrung im Umgang mit persönlichen Daten. Wer spontan präsentieren möchte kann eine PPT/ Keynote / PDF Präsentation bis zu einem Umfang von 15 Minuten mitbringen. Das Meetup findet am 28. August um 19:00 Uhr im Combinat 56, Adams-Lehmann-Straße 56 statt.

Der Ursprung von Quantified Self

Die ersten Quantified Self Meetups fanden 2008 in der San Francisco Bay Area statt, wo einige der innovativsten Startups an digitalen Gesundheitsprodukten arbeiten. Auch heute noch gibt es bei den Meetups im Silicon Valley und der Bay Area spannende Präsentationen von passionierten Self-Trackern. Ihre Erfahrungsberichte sind der Kern der Quantified Self Meetups, bei welchen sich in mittlerweile mehr als 50 Städten weltweit Self-Tracker, Entwickler und Healthcare Professionals treffen. Drei Aufzeichnungen aus den letzten Wochen stellen wir hier vor:

Jeremy Howard lernt seit 2 Jahren Chinesisch. Die Methode die er verwendet nennt sich „spaced repetitive learning“, wird in Tools wie SuperMemo und Anki eingesetzt und erinnert einen den Lernstoff kurz bevor er vergessen wird, zu wiederholen. Jeremy schrieb eine eigene Software, um seinen Lernerfolg in Abhängigkeit von Variablen wie Tageszeit und anderen Aktivitäten zu analysieren. In dem Video von der Bay Area QS Show & Tell Gruppe zeigt er einige seiner Daten und berichtet was ihn dabei überrascht hat.

 

Im Dezember letzten Jahres begann Stan James sich zu fragen, wie viel Zeit er täglich mit seinem Computer verbrachte und was er in dieser Zeit macht. Deshalb nimmt er mit seiner Webcam jede Stunde ein Bild von sich auf und verbindet dieses mit einem Screenshot von dem, woran er mit seinem Notebook arbeitet. In dem Video  von der Bay Area QS Show & Tell Gruppe zeigt Stan sein Projekt, einen Teil seiner Daten sowie einige interessante Erkenntnisse.

 

Lisa Betts-LaCroix experimentiert seit dem Jahr 2000 mit der Aufzeichnung ihres Gewichts. In diesem Show & Tell Diskussion beim letzten Silicon Valley QS Meetup berichtet Lisa über fehlgeschlagene Anläufe und Erfolgsfaktoren beim Versuch, ihr Gewicht und damit verbundene Faktoren zu erfassen. Von Tracking mit Excel Sheets, über die Verwendung von Google Docs bis zur Withings Wifi Waage erklärt Lisa, wie sie ihr  Gewicht reduziert hat.

 

 

Willkommen zur 3. Quantified Self Konferenz

Die Quantified Self Konferenz ist eine Veranstaltung für Anwender und Hersteller die sich für Self-Tracking interessieren. Die Teilnehmer aus der Quantified Self Community mit Gruppen in weltweit über 50 Städten treffen sich, um die Auswirkungen des Self-Tackings für sich selbst und die Gesellschaft zu diskutieren.

Nehmen Sie als Anwender, Designer, Unternehmer, Journalist oder Healthcare Professional Teil an einem Wochenende der Zusammenarbeit und gegenseitigen Inspiration. Die Quantified Self Konferenz findet am 15./16. September in Palo Alto, Kalifornien statt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Quantified Self Meetups im Juli

Am 4. Juli findet das vierte Quantified Self Meetup in München mit zahlreichen Beiträgen statt. Roman Kling und Stefan Lang arbeiten an Lösungen zur Selbstmotivation durch soziale Motivationsmechanismen. Wie sie mit ihren Startups blondbanana und Goalympia Menschen beim Erreichen Ihrer Ziele unterstützen, stellen sie den Besuchern des Münchner Meetups vor. Mit den unterschiedlichen Ansätzen auf Basis zwischenmenschlicher Verbindlichkeit bzw. auf Wettbewerben unter Freunden repräsentieren sie ein breites Spektrum sozialer Motivationsmechanismen.

Benjamin Bolland experimentiert mit polyphasen Schlafrhythmen. Anstatt einmal pro Nacht zu schlafen, deckt er seinen Schlafbedarf mit mehreren über den Tag verteilten Schlafeinheiten. Über seine Erfahrung mit dem Ubermancycle und dem Everymancycle und ob er sein Ziel, den gesamten Schlafbedarf zu reduzieren erreicht hat, berichtet er beim Münchner Meetup. Neben diesen Beiträgen stehen weitere Anwenderberichte zu Self-Tracking Themen und die Möglichkeit zum Networken auf dem Programm.

Am 7. Juli findet das dritte Quantified Self Meetup in Berlin statt. Auch hier präsentieren mehrere Anwender und Startups ihre Erfahrungen und Projekte rund um die Nutzung persönlicher Daten. Außerdem haben die Besucher die Möglichkeit am Rollenspiel „The Social Quantified Self“ teilzunehmen, welches von der Special Interest Group „Mensch-Maschine-Persuasion“ unter der Leitung von Daniela Kuka und Klaus Gasteier an der Berliner Universität der Künste UdK entwickelt wurde. In diesem fiktiven Rollenspiel wird eine fundamentale Regel sozialer Netzwerke verändert: Nutzerprofile entstehen ausschließlich durch quantifizierbare und algorithmisch interpretierte Daten, sodass direkte Eingriffs- und Gestaltungsmöglichkeiten nicht mehr nötig oder möglich sind. Stattdessen wird von einer „Frictionless Quantification“ u.a. in den Lebensbereichen Gesundheit, Zeitmanagement, Erfolg, Sozialkompetenz und Finanzgebaren ausgegangen und die Veränderungen des sozialen Gefüges durch die Veröffentlichung der individuellen Werte betrachtet.

Die UdK-Mitarbeiter haben das System als papierbasiertes Rollenspiel entwickelt und erforschen dessen Eigenlogik in halböffentlichen Experimenten. Wie fühlt es sich an, Teil einer öffentlich quantifizierten Gesellschaft zu sein? Wie verändern sich Wahrnehmung und Verhalten in Bezug auf sich selbst und andere? Welche Zwickmühlensituationen und Rückkopplungsschleifen entstehen? Wer ist der Nutzer eines solchen Systems? Diese und weitere Fragen beantworten sich den Teilnehmern beim Berliner Meetup am 7. Juli. Wie auch beim Münchner Meetup ist der Eintritt kostenlos und interessierte Besucher sind willkommen.

Quantified Self Events im Mai – Die Szene vernetzt sich

Im Mai fanden mehrere Events statt, bei denen sich die Deutschen Self Tracker und Life Hacker vernetzt haben. Auch die Bekanntheit unseres Netzwerks konnten wir hierdurch steigern. So wurde das Thema Quantified Self auf der diesjährigen re:publica in mehreren Beiträgen sowie einer Podiumsdiskussion von verschiedenen Seiten betrachtet.

Ebenfalls in Berlin fand das Event Digitale Selbstvermessung der Hybridplattform unter Beteiligung der technischen Universität Berlin und der Berliner Universität der Künste (UdK) statt. Mehrere Referenten stellten dem Publikum aus Interessierten wie auch erfahrenen Self Trackern Themen wie Feedback Loops, technologische Trends in der Sensortechnik oder künstlerische Visualisierung von Vitalitätswerten dar. Außerdem wurden in verschiedenen Worshops die Grundlagen der Messung von Vitalitätswerten mit Arduino vermittelt und die Auswirkungen der vollständigen Offenlegung aller persönlichen Informationen in einem Rollenspiel simuliert.

In München fand das 3. Quantified Self Meetup statt und erreichte mit 25 Teilnehmern die bisher höchste Besucherzahl. Unter den Gästen waren auch drei Bochumer Sozialwissenschaftler welche die Münchner Self Tracker für Ihre Forschungsarbeit zu Quantified Self  befragten. Ralf Werner, verantwortlich für die Marke Fitbit in der DACH Region, stattete der Münchner Community einen Besuch ab und stellte Fitbit‘s Produkte und deren Beitrag zur Reduktion der Übergewichtigkeit vor. Seiner Meinung nach könne die Deutsche Bevölkerung mit ihrer europaweit höchsten Rate an Übergewichtigen von dem motivierenden und gesundheitsförderlichen Effekt von Trackingprodukten enorm profitieren.

Auch die Anwender und Self Tracker stellten Ihre persönlichen Erfahrungen mit Ernährungstagebüchern, der Messung radioaktiver Strahlung oder dem Aufbau von Internet of Things Anwendungen mit Homeservern und Smartphones vor. Ein besonderes Highlight an diesem Abend war die Möglichkeit seine Körperstruktur mit einem Bioimpedanz-Analysegerät zu vermessen. Insbesondere die Fitnessbegeisterten aus der Münchner Quantified Self Community nutzten diese Gelegenheit und diskutierten mit Frau Jung, der Geschäftsführerin des Herstellers Juwell Medical über Ihre Messwerte. Insgesamt 4 Stunden Programm und Networking nutzten die Teilnehmer zum Austausch ihres Know Hows und zur Planung neuer Projekte bis zum nächsten Treffen am 4. Juli.

Podiumsdiskussion zu Quantified Self auf der re:publica 2012

Auf der diesjährigen re:publica wurde das Thema Quantified Self in mehreren Beiträgen  von verschiedenen Seiten betrachtet. Im nachfolgenden Video sehen Sie die Referenten des re:health Tracks Bastian GreshakeBruno KollhorstKora KimpelFlorian Schumacher und Tobias Neisecke bei der Podiumsdiskussion über Quantified Self.

Quantified Self im Dialog erklärt

Alexander Schwarz ist Coach beim Habit Boot Camp und erfahrener Self-Tracker. Im Dialog mit Sascha Ballach erklärt der Berliner Quantified Self und seine Hintergründe.

Die Vielfalt des Self-Trackings

Viele Self-Tracker nutzen für Ihre Projekte Sensoren und Softwaretools um Informationen zu erfassen – oftmals mit dem Ziel, das Self-Tracking soweit wie möglich zu automatisieren. Im Gegensatz zu diesem passiven Tracking steht das aktive Tracking, bei dem auf Papier, in Tabellenkalkulationen oder Apps die Information vom Nutzer selbst festgehalten wird. Auch wenn dies mehr Aufwand bedeutet, hat die bewusste Auseinandersetzung mit sich selbst einen fokussierenden und motivierenden Effekt. Ein gutes Beispiel für aktives Tracking gibt Ben Ahrens in seinem Show&Tell „Cultivating Intuition Through Meticulous Self-Tracking“.

Richard Ryan haben einige von uns bereits auf der Quantified Self Conference 2011 in Amsterdam kennengelernt. Beim Meetup in San Francisco gibt er einen Einblick, wie er sein Leben durch Self-Tracking verbessert hat. Hier sehen Sie sein Show&Tell „Notes Towards a Biohacking Handbook“.

Weitere Show & Tell Videos findet Sie in der Quantified Self Gruppe bei Vimeo.