QS Europe Konferenz hat begonnen

Soeben hat die Quantified Self Europe Konferenz begonnen. Auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind zahlreiche Self-Tracker hier und uns stehen zwei großartige Tage mit Freunden und interessanten Themen bevor. Wir werden in den nächsten Tagen noch einen ausführlichen Artikel zum Thema posten. Wer die Ereignisse schon jetzt verfolgen möchte, kann dies bei Twitter mit dem Hashtag #QSEU14.

Beziehungs-Tracking

Fabio Santos ist Organisator des Quantified Self Meetup in Rio de Janeiro und liebt es zu Reisen und neue Leute kennenzulernen. Fabio trackt seine sozialen Interaktionen mit Menschen auf der ganzen Welt und analysiert deren Relevanz um die wichtigen Beziehungen in seinem Leben nicht aus den Augen zu verlieren und in Ihrer Qualität weiter zu entwickeln. Auf dem ersten Kölner Quantified Self Meetup hat Fabio seine Self-Tracking Praxis und die daraus entstehenden Vorteile beschrieben. Ein interessanter Talk der auch schon bei der Quantified Self Europe Konferenz im letzten Jahr für viel Erheiterung gesorgt hat.

[Video] Review Show&Tell #5 in Hamburg

QSHHAls ich ankündigte “kurzfristig” werde es ein kleines Review zum Treffen geben, wusste ich nicht wie schnell es geht. Gerade gestern Abend fand in der Hamburger GoodSchool – Der Schule für den digitalen Wandel – das QS Hamburg Show&Tell #5 statt.

Die Gruppe, deren Wachstum gerade in der vergangenen Woche die 100 geknackt hat, entwickelt sich prima. Zu jedem neuen Termin können jeweils viele neue Gesichter begrüßt werden. Es entstehen interessante Diskussionen zu den gehörten Talks, der hiesigen QS-Szene sowie Chancen und Trends für die Zukunft.

Es war wie auch in der Vergangenheit auch schon, ein spannender und anregender Abend. Durch das Engagement aus der Gruppe (Danke Rainer!) kann ich mir große Beschreibungen der Talks sparen und stattdessen einfach auf die von Ihm aufgenommenen Videos verweisen.

Was steckt in mir? – Genotyping mit 23andMe.com im Selbstversuch – Rainer Sax

qs-hamburg-23andme-rainerIn seiner Präsentation sprach Rainer über seine Neaderthaler-Herkunft, über seine genetischen Krankheitsrisiken und über die Handlungsrelevanz der Erkenntnisse aus dem Genotyping.

 

Der 24h-Lifestyle - Wie komme ich dauerhaft mit wenig Schlaf aus und bleibe leistungsfähig? - Peter Neumann

Präsentation als PDF: quantified-self-hamburg-mehrphasenschlaf-peter-neumann

Quo Vadis Quantified Self – welche Rolle spielen persönliche Daten in der Zukunft? - Florian Schumacher

Online Datenvergleich – Wie lassen sich quantitative Daten online miteinander teilen, vergleichen und suchen? – Wolfgang Orthuber

Präsentation als PDF: quantified-self-hamburg-nummel-wolfgang-orthuber

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Termin und lade alle Interessierten herzlich ein, zu schauen wo sich bei ihm in der Nähe eine QS-Gruppe gibt.

Arne
@controlledself | controlledself.de

 

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Großes Interesse an Self-Tracking

In Amerika ist das Aufzeichnen von Daten zur Gesundheit weit verbreitet. Nach einer im September 2012 veröffentlichten Studie des Pew Research Centers erfassen 69 % der amerikanischen Bevölkerung einen oder mehrere Werte wie Gewicht, Blutdruck oder Blutzucker, zumeist für sich selbst, in vielen Fällen auch für eine Person aus dem persönlichen Umfeld. 21% der amerikanischen Bevölkerung nutzen Apps, Sensoren und Websites um ihre Daten zu speichern und auszuwerten, was im Vergleich zur reinen Messung ohne Aufzeichnung zu einem besseren Bewusstsein im Bezug auf die eigene Gesundheit führt.

Eine Emnid-Umfrage in Deutschland, Frankreich und Großbritannien liefert nun erstmals einen Einblick in das Interesse der Europäer am Self-Tracking. Je Land wurden 1.000 Personen zwischen 14 und 65+ Jahren befragt, welche Aspekte ihres Lebens sie gerne messen würden, um gesünder und bewusster zu Leben. Die Ergebnisse der Studie bestätigen den Eindruck, den wir in der Quantified Self Community schon seit längerem haben: Weit mehr als die Hälfte aller Deutschen und Briten zeigen großes Interesse daran, diverse Aspekte ihres Lebens wie gesundheitliche Indikatoren oder persönliche Finanzen zu analysieren, um besser und bewusster zu leben. Die Franzosen stehen dem Trend zum Self-Tracking etwas skeptischer gegenüber. Hier begeistert sich nur ein knappes Drittel der Befragten dafür.

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Gesundheit, Umwelt, Finanzen vor Sport und Fitness

Die Befragten in Deutschland und Großbritannien interessierten sich zumeist für ihre Gesundheit: 73 Prozent der Briten und nahezu 62 Prozent der Deutschen wollen Parameter wie etwa Bluthochdruck oder Blutzucker im Auge behalten. Mit 59 Prozent hegen die Deutschen an zweiter Stelle den Wunsch, den persönlichen Energieverbrauch überwachen zu können. Diese Frage beschäftigt insbesondere Frauen, von denen 60 Prozent ihren persönlichen CO2-Ausstoß analysieren wollen – bei den Männern ist das nur 45 Prozent wichtig. Ebenfalls interessiert zeigten sich die Befragten daran, Statistiken zu ihren persönlichen Finanzen auszuwerten (73 Prozent der Briten, 56 Prozent der Deutschen). Dieser Aspekt ist auch der einzige, der von mehr als der Hälfte der Franzosen als relevant angesehen wird.

Daten zu sportlichen Aktivitäten wie Joggen oder Radfahren interessieren im Durchschnitt nur die Hälfte der Deutschen und gar nur 42 Prozent der Briten und 34 Prozent der Franzosen. Informationen zu aufgenommenen bzw. verbrauchten Kalorien interessieren ebenfalls nur 53 Prozent der Deutschen und sogar nur 32 Prozent der Franzosen. Anders sieht dies bei den jungen Befragten zwischen 14 und 29 Jahren aus: Ihr Interesse am Life-Logging liegt zum Teil bis zu 27 Prozent über dem Durchschnitt.

Analysieren und Handeln

Auch die Nutzung der aufgezeichneten Daten hängt stark vom Alter der Befragten ab. In England zum Beispiel würden etwa 78 Prozent der jüngsten Befragten (bis 24 Jahre) ihre Leistungen steigern wollen und 72 Prozent sogar ihr Leben ändern. Bei den ältesten Befragten (65 Jahre und älter) sind dies nur 31 bzw. 32 Prozent. Ein ähnliches Gilt zeigt sich auch in Deutschland und Frankreich. Ganze 46 Prozent der deutschen Jugend (14 bis 29 Jahre) fühlt sich durch die Daten motivierter, bei den Älteren (60 Jahre und älter) trifft das nur auf 22 Prozent zu. Bei den Franzosen wären mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Jugendlichen (bis 24 Jahre) motivierter, aber lediglich ein Viertel der Älteren (65 Jahre und älter) denkt genauso. Auch bei der Bereitschaft zum Teilen und Vergleichen der Daten mit anderen wird mein Eindruck aus der Quantified Self Bewegung bestätigt. Lediglich ein Drittel der Briten ist daran interessiert, die Daten mit denen anderer zu vergleichen. In Deutschland und Frankreich sind das sogar nur 22 beziehungsweise 19 Prozent.

Die Umfrage wurde im August 2013 im Auftrag von QlikTech, dem führenden Anbieter von anwendergesteuerter Business Intelligence Software durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Europäer ein vitales Interesse an Daten zu ihrer eigenen Gesundheit besitzen, ähnlich wie die Bevölkerung Amerikas, dem Ursprungsland der Quantified Self Bewegung.

Dieser Artikel ist im Original auf igrowdigital.com erschienen

Quantified Self Global Conference

Die Quantified Self Global Conference 2013 wird bereits das fünfte Treffen der weltweiten Community sein. Es wird eine Konferenz mit Teilnehmern aus vielen der mittlerweile über 90 QS-Gruppen weltweit. Es ist die Gelegenheit sich gegenseitig zu inspirieren und voneinander zu lernen, self-tracking Projekte zu teilen, gemeinsam neue Ideen auszuarbeiten und die Zukunft der QS Bewegung mitzugestalten.
Was erwartet Euch wenn ihr bisher noch nie an einer QS-Konferenz teilgenommen habt? Der Stil ist sehr praxisnah und interaktiv, mit Workshops zum Themen wie Wohlbefinden, Datenvisualisierung, Schlaf, Ethik, und vielen weitere Themen. Es werden einige der interessantesten Referenten aus QS Show & Tell Meetups aus aller Welt ihr Wissen weitergeben und Podiumsdiskussionen finden statt zu den aktuellsten Themen in den Bereichen Technologie und der self-tracking Kultur.
Wenn du ein fortgeschrittener Anwender, Designer, Erfinder, Unternehmer, Journalist, Wissenschaftler oder Gesundheitsexperte bist, melde dich an für die Konferenz im schönen San Francisco Presidio Officer’s Club, direkt am Fuße der Golden Gate Bridge.
QSEU2013
Achtung: Die Teilnehmerzahl ist auf 450 Personen begrenzt und auf Grund bisheriger Erfahrung wird die Konferenz wieder komplett ausverkauft werden, deshalb sicher dir deinen Platz schnellstmöglich.
Dieser Artikel ist im Original auf quantifiedself.com erschienen. Danke an Roland Gaber für die Übersetzung.

 

Review Innovators@Google in Berlin

Am 6. Juni fand sich die Quantified Self Gemeinschaft zum ersten Mal in Google’s Berlin-Büros ein fuer den Event Innovators@Google. Anstatt der traditionellen Show & Tell Präsentationen stellten dieses Mal drei Startups im Quantified Self Bereich sich selbst und ihre Produkte vor. Dies wurde mit ein paar Worte von Jan Schallaböck der sich mit Datenschutzfragen auseinandersetzt und einer reghaften Diskussion ergänzt.

Der Anlass war ein voller Erfolg und gemäss Max Senges, der unser Google Gastgeber war, hatten sich bis auf die Eröffnungsveranstaltung noch nie so viele Leute in dem Raum befunden – insgesamt waren es über 100!

Florian Schumacher der die Berliner QS Gruppe gegründet hat und sich seit 2012 enorm für das Wachstum der Quantified Self Community in Deutschland engagiert, eröffnete den Abend. Seit kurzem als Trendscout für Wearable Technologies tätig, berichtete er über Trends im schnell wachsenden Markt der am Körper tragbaren Sensorlösungen.

Florian beschrieb das enorme Potential von Smartphones für passives Self-Tracking am Beispiel der Analyse der Gefühlslage welche allein am Klang der Stimme möglich sei und in zukünftigen Anwendungen integriert werden soll. Ebenso werde das Aktivitätsmonitoring durch die Integration in Smartphone-Betriebssysteme und den Eintritt großer Hardwarehersteller in den digitalen Fitness und Lifestyle Markt enorm an Verbreitung gewinnen.  Dabei werden zukünftige Smartphones wie auch am Körper tragbare Sensoren immer mehr Parameter aufzeichnen um präzisere Modellierungen aber auch medizinische Anwendungen zu ermöglichen.

Weitere Trends beschrieb Florian im Aufkommen intelligenter Textilien (Bsp. Socke mit Drucksensorik zur Ganganalyse ), organischer Elektronik für die Messung verschiedenster elektrischer Signale des Körpers und dem Thema Lifelogging, welches in diesem Jahr erstmals an Relevanz gewinnen und einige Diskussionen zur Privatsphäre auslösen wird.

Berlin Innovators@Google

Archify

Für das erste Startup, Archify, war Brendan Quinn zu Gast. Archify bildet via einer Browser-Erweiterung und der Verbindung mit sozialen Netwerken ein Archiv von sämtlichen Webseiten die man besucht. Danach können diese Seiten mit Archifys eigener Suchmaschine durchsucht werden.

Der Service von Archify erinnert ein bisschen an Lifelogging. Durch Lifelogging Kameras und beispielsweise auch Google Glass wird es bald möglich werden alles was man selbst sieht digital festzuhalten und zu archivieren. Archify macht etwas Ähnliches allerdings mit dem Surfverhalten.

Über ein Dashboard bietet Archify auch ein paar statistische Daten über das Suchverhalten. Brendan baute in die Präsentation auch eine kleinen Rückblick auf die letzten zehn Monate seines eigenen Surfens ein.

MySugr

Frank Westermann, der CEO von MySugr, einer mobilen Diabetes-Anwendung, folgte. MySugr wird bereits von mehr als 20’000 Diabetikern genutzt um ihren Zuckerkonsum zu tracken. Frank und seine Mitgründer sind alles selbst Diabetiker und kennen die Problematik daher genaustens.

Wie er betonte ist für Diabetiker Self-Tracking nicht nur ein Hobby sondersn absolut lebenswichtig. David Gordon hatte an der Quantified Self Konferenz in Amsterdam bereits ebenfalls darüber gesprochen, dass Diabetiker zwar allgemein ohne grosse Einschränkungen Leben können, dies aber eine genaue Abstimmung des Zuckerkonsums und der Insulinaufnahme benötigt. Dies ist natürlich ein klassisches Self-Tracking Problem und MySugr macht dies leichter und motivierender für Diabetiker indem es auch viele Spielelemente einbaut.

Frank konnte auch gleich noch verkünden, dass Tim Ferriss, der 4-Hour Workweek und 4-Hour Body Autor, ein offizieller Berater von MySugr geworden ist und das Startup fortan bei ihrem US-Launch und sonstiger Entwicklung unterstützen wird.

DropXM

Als letztes Startup war Nicola Kegel von DropXM dran. DropXM, welches noch in der Gründungsphase ist, wird kontinuierliche Bluttests anbieten um Gesundheitsmarker zu messen. Die Idee ist Schwach- und Verbesserungspunkte in der eigenen Gesundheit frühzeitig zu erkennen und konkrete Schritte zur Gesundheitsverbesserung oder Prävention zu empfehlen. Langfristig sollten dazu auch Daten vom Aktivitätstracking integriert werden.

Der Service erinnert sehr an WellnessFX, das bereits etwas Ähnliches in den USA anbietet. DropXM hat sicherlich einen guten Markt gewählt da in Europa konsumentenorientierte Gesundheits-Startups noch Mangelware sind. Die Frage wird sein ob DropXM die Preise genügend Tief halten kann um regelmässige Tests auch einem breiten Publikum finanziell zu ermöglichen.

Nicola erzählte zudem von ihrer eigenen Erfahrung mit der Messung ihres Vitamin-D Blutwertes. Seit sie nach einem ursprünglich sehr tiefem Result begann Vitamin-D als Ergänzungsmittel zu nehmen und mehr Zeit in der Sonne zu verbringen, hat sich ihre Gesundheit und Wohlbefinden merklich verbessert.

Die Datenschutzfrage

Zuletzt sprach Jan Schallaböck, der beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein, forscht. Er meinte die Regulierung von Quantified Self Anwendungen stehe noch sehr am Anfang und prophezeite, dass diese in den nächsten Jahren stark zunehmen werde.

Nach den Vorträgen genossen wir alle noch ein paar Getränke in der inspirierenden Atmosphäre und führten viele der Diskussionen weiter. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Google und Max Senges für die Gastfreundschaft. Wir freuen uns darauf die Diskussion bald weiterzuführen.

Die Quantified Self Europa Konferenz

Am 11. / 12. Mai trafen sich 280 Quantified Self-Enthusiasten aus der ganzen Welt für zwei Tage in Amsterdam zur QS Europe Conference 2013. Mit mehr als 100 Referenten unter den 280 Gästen war die Quantified Self Konferenz wie schon in der Vergangenheit sehr partizipativ und alle nur erdenklichen Themen rund um Köper, Psyche, Kognition und Verhalten waren vertreten. Gary Wolf eröffnete am Samstag morgen mit einer Keynote zum Thema Gefühle und Emotionen, zu der auch Robin Barooah and Jon Cousins, der Gründer von Moodscope beitrugen. 38% der Europäer, so Gary Wolf, litten unter emotionalen Problemen, weshalb es wichtig sei, das schwer fass- und messbaren Thema besser zu verstehen. Wenn die Keynote auch keine absoluten Antworten zum Umgang mit Emotionen liefern konnte, gaben Robin und Jon sehr persönliche Einblicke in ihrem Umgang mit emotionalen Schwierigkeiten und trugen mit zur offenen Atmosphäre der Konferenz bei.

QuantifiedSelfKonferenz Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt lag beim Thema Lifelogging welches durch die noch in diesem Jahr bevorstehende Markteinführung Mainstream-tauglicher Lifelogging-Kameras und -Technologien durch Anbieter wie Autographer, Memoto aber auch Google Glass an Aktualität gewinnt. Cathal Gurren, selbst seit 7 Jahren als Lifelogger mit Kamera um den Hals unterwegs, berichtete eindrücklich über seine Erfahrungen und Gewohnheiten beim Aufzeichnen von Daten. Im Gegensatz zum Experiment- und Lösungsbezogenen Sammeln gezielter Informationen bei Quantified Self Projekten gehe es beim Lifelogging darum, möglichst viele Daten aufzuzeichnen um sie verfügbar zu haben, wenn zukünftige Analysemethoden neue Anwendungen ermöglichen. Das Phänomen Lifelogging wurde mit einem Prodtotpyen der Memoto Kamera von einer Versuchsgruppe auch in der Praxis erprobt und in einer Plenumsdiskussion betrachtet. Dabei wurde insbesondere auch der Interessenkonflikt zwischen dem Erzeuger eines Lifeloggs und den von ihm fotografierten Mitmenschen diskutiert, welche häufig nicht wünschen in einem zufälligen Moment von Freunden oder auch von Fremden fotografiert zu werden. Gary Wolf wies in diesem Kontext auch darauf hin, wie wichtig es sei, die durch technologischen Fortschritt entstehende Möglichkeiten kritisch zu reflektieren und als Early Adapter den kulturellen Umgang unserer Gesellschaft mit neuen Technologien aktiv mitzugestalten.

LeadershipMeetingNeben zwei inhaltlich sehr spannenden Tagen habe ich mich auch sehr darüber gefreut, meine Co-Organisatoren aus Aachen, Berlin, Essen, Hamburg, Köln, München und Stuttgart zu sehen aber auch einige neue QS Interessierte aus dem Deutsch-sprachigen Raum kennenzulernen. Wie ich in Amsterdam erfahren habe, wird es auch bald in Wien eine Quantified Self Gruppe geben. Sobald es losgeht gibt’s hier weitere Informationen.

Review Show&Tell #1 in Köln

Los gehts! Begrüßung durch das Orga-Team.

Los gehts! Begrüßung durch das Orga-Team. (Foto: Tobias Kopka)

Gestern hat das 1. Kölner Quantified-Self-Treffen stattgefunden – und es war ein gelungener Einstand! Vielen Dank an alle Teilnehmer. Ihr habt gerockt.

Besonderer Dank geht natürlich an die Vortragenden und auch unsere Sponsoren, ohne die wir das Event in dieser Form nicht hätten veranstalten können. Gefreut hat uns auch, dass die Presse interessiert war (WDR 5 und SAT.1 waren vor Ort).

Für eine Auftaktveranstaltung war das Treffen gut besucht, 40 Plätze waren besetzt und nach einem ersten Run auf das Buffet und die Getränke inklusive erstem Socializing haben wir gegen 19:30 Uhr mit einer Begrüßung und einer Kurzvorstellungsrunde gestartet. Jeder der Anwesenden konnte und sollte sich mit seinem Namen und drei Stichwörtern vorstellen. Dieses Vorgehen hat sich bei diversen Barcamps bewährt, und auch bei uns konnte man sich so trotz der Anzahl der Teilnehmer schnell ein Bild davon machen, aus welcher Richtung die anderen so alle kamen und wer ähnliche Interessen hat. Weiterlesen

Biohacker Dr. Belusa im Interview

In diesem Interview berichtet Dr. Ralf Belusa von seiner Erfahrung mit dem Tracking verschiedenster Körperwerte. Der Aufbau des Interviews orientiert sich dabei an den drei Grundfragen die auch unsere Show & Tells beantworten. Einen tieferen Einblick gibt der Mediziner auch beim nächsten Quantified Self Meetup am 24. Januar in Berlin.

Hallo Ralf. Welche Daten hast Du gesammelt und warum?

Über die letzten zwei bis drei Jahre habe ich mit verschiedenen Messgeräten, Devices und Apps folgende Parameter gesammelt: Gewicht, Fettanteil, Muskelanteil, Wasseranteil, eingenommene Medikamente, Sportart und Dauer, Ernährung (kJ, Salz, Fett, Vitamine, Kohlenhydrate, Wasser, Zucker und Mineralstoffe), besondere Ernährungsbestandteile, Hautbeschaffenheit, Symptome und Krankheiten, Puls, Blutdruck, Blutsauerstoff, Stimmung, Schlafdauer und Stresslevel.

Wie hast Du es gemacht? (wie hast Du die Daten gesammelt und ausgewertet..)

Um den Aufwand zu minimieren verwende ich eine Art Wechselwirkungsprinzip mit dem ich variabel die jeweils wichtigsten Parameter erfasse. Grundparameter wie Gewicht, Körperfett, Muskeln oder Blutdruck-Puls monitore ich kontinuierlich. Somit bilden diese die Basisparameter, welche den Rahmen vorgeben. Darüber hinaus werden die Wechselwirkungsparameter wie Krankheiten, Symptome und Medikamente, Sport, Ernährung, Hautbeschaffenheit usw. bei Veränderungen oder Wechselwirkungen gemessen. Tritt eine Wechselwirkung oder Veränderung meines Körpers auf, wende ich eine Vielzahl von Messparametern und Einflussgrößen an, um die Wechselwirkung oder Veränderung zu erkennen und zu kontrollieren. Ich verstehe unseren Organismus hier als einen dynamischer Kreislauf, welcher sich kontinuierlich erweitert und verändert. Bei bestimmten Krankheitssymptomen oder Veränderungen, ändere ich zielgerichtet die Ernährung, Medikamente, Sport, um das Gesamtsystem Körper wieder ins Gleichgewicht und optimalere Ausgangslage zu regulieren.

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Spielarten des Selbst-Trackings

(Übersetzung des engl. Originals Types of Self-Tracking von Peter Lewis)

Wie viele von uns, fand ich meinen Weg zu Quantified Self (QS) “von unten nach oben” – das heißt, ich habe durch mein Interesse am Selbst-Tracking (mit Hilfe von Spaced Repetition Software) die vielfältigen Möglichkeiten innerhalb QS Bewegung kennengelernt. Seit diesem Zeitpunkt und insbesondere durch die Organisation unseres ersten Show&Tell in Berlin, habe ich eine Menge mehr über die Selbsthilfe-Tracking Motivation der Menschen sowie QS selbst gelernt.

Meine eigene Liste der unterschiedlichen Spielarten des Selbst-Trackings sowie einige Beispiele findet ihr hier in dieser (sicher nicht allumfassenden) Liste. Die vorgestellten Ausprägungen von Zielsetzungen sind häufig sehr unterschiedlicher Natur, an anderen Stellen gibt es häufig Überschneidungen der Inhalte.

Im Quantified Self Umfeld gibt es Zielesetzungen die sind…

1. …motivationsbestimmt: Sowohl das Ziel, als auch der Weg dorthin sind bekannt. Verfolgt wird eine Entwicklung durch gezielte Dokumentation. Der Fokus liegt dabei oft auf der Integration von sozialen Funktionen sowie der Bildung von Gewohnheiten. Es können jedoch auch komplexere  Mechanismen vorliegen. Phil Libin (von Evernote) verlor z.B. rund 13kg nur durch die Dokumentation seines Gewicht mit Hilfe von Excel-Tabellen, ohne dabei gezielte oder willendlich Änderungen an seiner Ernährung oder täglichen Gewohnheiten vorzunehmen. Bekannte Produkte wie RunKeeper oder Nike+ bedienen sich dieser Wirkmechanismen und finden ihre Anwendung in Sport und Fitness.

2. …unterstützend: Wie bei der motivationbestimmten Vorgehensweise, besitzt die Unterstützende ebenfalls ein festes Ziel sowie die klare Vorstellung des Wegs zur Zielerreichung. Die Quantified Self Methodik d.h. das gezielte Tracking der Daten, sowie die Auswertung können entweder selbst der erfolgsbestimmende Faktor sein, oder maßgeblich zur Effizienzsteigerung des Vorhabens beitragen. Als Beispiel dient hier z.B. die Verwendung von SRS-Softwaresystemen und anderen Dokumentationswerkzeugen, mit dessen Hilfe sich unter anderem chronischen Erkrankungen Quantifizieren lassen. Exemplarisch sei hier MySugr erwähnt dessen Anwendungsbereich die Erfasssung und Dokumentation der Blutzuckerwerte von Diabeteserkrankten ist Weiterlesen