Warum ist “Spaced Repetition Software” so unpopulär? (Part 1)

Dies ist eine Übersetzung des englischen Original Beitrags von Peter Lewis. Er thematisiert seinen Beitrag den er im Rahmen des Berlin Quantified Self Meetups im November in Berlin gehalten hat. Der Beitrag besteht aus zwei Teilen:

  1. Was ist Spaced Repetition Software?
  2. Warum wird sie so wenig genutzt und was können wir dagegen tun?

Teil 1: Was ist Spaced Repetition Software?

Spaced Repetition Software ist eine einfache und wirkungsvolle Lernhilfe, welche sich besonders gut für das Lernen von Sprachen eignet. Leider hat sich diese trotz vielversprechender Ansätze in den letzten 20 Jahren, noch nicht weit über die kleine Gruppe von Nerds wie mir verbreitet.

Im Grunde sind es einfache Karteikarten mit Bewertungsschaltflächen. Beim Anzeigen wird entschieden wie sicher man sich mit dem Inhalt ist und benotet dies mit einer Kennzahl. Das nachfolgende Beispiel zeigt das Verfahren beim Lernen von deutschen Vokabeln. Das deutsche Wort wird im oberen Bereich der Karte angezeigt und man überlegt wie die Übersetzung des Wortes lautet. Ist man sich sicher (oder am verzweifeln weil man keine Idee hat), drückt man Enter und die richtige Antwort sowie die Bewertungsschaltflächen eingeblendet. Nach der Bewertung folgt automatisch die nächste Karte.

SRS_flowchart

Die gewählte Ziffer gibt an wie sicher man sich mit der Antwort war. Sehr sicher ohne Schwierigkeiten kann z.B. mit der 4 angegeben werden. 1 dagen wenn man nicht einmal eine Idee hat. Die Werte sind für Abstufungen dazwischen. Wichtig ist sich selbst ein Bewertungsverfahren im Umgang mit den Ziffern zu  erarbeiten, welches möglichst konsequent angewendet wird.

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Review Show&Tell #2 in Hamburg

Quantified-Self-Hamburg-Team-Europe-Archify-AskensioDie Show&Tell Serie der Hamburger Quantified Self Gruppe geht in die nächste Runde. Am 6. Mai direkt nach dem Hamburger Kirchentag trafen sich rund 25 QS Interessierte zu vier spannenden Talks und zum Austausch zwischen Gleichgesinnten. Mit dabei war ein Team von RTL um einen Beitrag über die QS Bewegung zu drehen (Sendetermin wird über Facebook & Google+ kommuniziert).

Nach der Begrüßung und einem Dank an die Supporter des Abends (Team Europe, Archify & Askensio) startet Arne Tensfeldt im betahaus Hamburg mit seinem Talk. Arne-TensfeldtThema waren gesammelte Erfahrungen des Timetrackings zur genaueren Betrachtung der eigenen Work-Lifebalance. Exemplarisch stellte er einige der eingesetzten (Android) Apps vor.

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Review Show&Tell #1 in Köln

Los gehts! Begrüßung durch das Orga-Team.

Los gehts! Begrüßung durch das Orga-Team. (Foto: Tobias Kopka)

Gestern hat das 1. Kölner Quantified-Self-Treffen stattgefunden – und es war ein gelungener Einstand! Vielen Dank an alle Teilnehmer. Ihr habt gerockt.

Besonderer Dank geht natürlich an die Vortragenden und auch unsere Sponsoren, ohne die wir das Event in dieser Form nicht hätten veranstalten können. Gefreut hat uns auch, dass die Presse interessiert war (WDR 5 und SAT.1 waren vor Ort).

Für eine Auftaktveranstaltung war das Treffen gut besucht, 40 Plätze waren besetzt und nach einem ersten Run auf das Buffet und die Getränke inklusive erstem Socializing haben wir gegen 19:30 Uhr mit einer Begrüßung und einer Kurzvorstellungsrunde gestartet. Jeder der Anwesenden konnte und sollte sich mit seinem Namen und drei Stichwörtern vorstellen. Dieses Vorgehen hat sich bei diversen Barcamps bewährt, und auch bei uns konnte man sich so trotz der Anzahl der Teilnehmer schnell ein Bild davon machen, aus welcher Richtung die anderen so alle kamen und wer ähnliche Interessen hat. Weiterlesen

Quantified Self Europe Conference

Am 11. und 12. Mai findet die zweite europäische Quantified Self Konferenz in Amsterdam statt. Ähnlich wie schon bei der ersten Quantified Self Europa Konferenz versammeln sich hier Self-Tracker, Wissenschaftler, Experten und Journalisten zum Austausch über persönliche Erfahrungen und technologische Trends aus dem Bereich Quantified Self. Ich freue mich schon sehr, viele Show Tell Organizer aus der ganzen Welt wieder zu sehen und spannende neue Menschen kennen zu lernen. Die Konferenz ist ein spannendes Event für alle die sich für Quantified Self interessieren. Weitere Informationen und Tickets gibt es hier.
qsconference2012

Show & Tell #2 der Berlin Quantified Self Meetup Group

Das zweite Show & Tell der Englisch-sprachigen Berliner Meetup Gruppe fand wie auch schon mehrere Deutsch-sprachige QS Events in der c-base statt. In der tech-lastigen Atmosphäre des weltweit bekannten Hackerspaces berichteten am 24. Januar mehrere Self-Tracker und Startups und beflügelten einen angeregten Austausch unter dem Publikum aus Sportlern, Entwicklern und QS-Interessierten. Als erster Sprecher des Abends präsentierte Dr. Ralf Belusa seine Big Data Self Tracking Projekt Hallo Doctor, einer von ihm selbst entwickelten Anwendung, mit welcher er während der letzten Jahre 30 Mio Datenpunkte am eigenen Körper, durch andere User und aus frei im Internet zugängliche Quellen erfasst hat. Folgendes Video zeigt Dr. Belusas Vortrag beim Quantified Self Show & Tell.

Als zweiter Sprecher kam der Berliner Künstler und Hacker Wolfgang Spahn zu Wort. Er berichtete über seine Kunstinstallationen welche physiologische Parameter wie Atmung und Hirnströme des Betrachters in eine analoge Projektion integrieren um ein interaktives Erlebnis zu ermöglichen. Der Elektronik Experte zeigte auch wie mit Arduino und Raspberry Pi selbst einfache Schaltungen und Aufbauten zur Messung von Puls, Atmung und anderen Werten möglich ist. Ich hatte übrigens die Gelegenheit Wolfgang Spahn in seinem Berliner Atelier zu besuchen und bin mir sicher, dass er noch einige sehr interessante Projekte an der Grenze von Kunst und Quantified Self erschaffen wird.

Review Show&Tell #1 in Hamburg

2013-02-18_Quantified Self Hamburg Show&Tell #1 (3)

Der Norden taut auf! Am vergangenen Montag den 18.02.2013 hat das erste Treffen der Hamburger Meetup Gruppe stattgefunden. Für den Start konnten gleich vier Sprecher mit ganz unterschiedlichen Themen gewonnen werden. Etwa 15 Teilnehmer tauschten sich neben den Talks bis spät in der Nacht aus.
Nach Begrüßung und einem Dank an unsere Sponsoren und Unterstützer, berichtet Florian Schumacher (Orga QS Berlin, QS München) vom Ursprung und den Hintergründen der Quantified Self Bewegung. 2013-02-18_Quantified Self Hamburg Show&Tell #1 (1)Weiterhin sprach Florian über Trends bei digitalen Sport- und Gesundheitsprodukten wie der zunehmenden Bildung von Ökosystem, aber auch neue Technologien wie der optischen Pulsmessung. Außerdem berichtete Florian von seiner Erfahrung mit diversen Sensoren zur Aktivitäts- und Schlafmessung die er für seinen Blog getestet hat und von der normativen Wirkung welche die vom jeweiligen Produkt vorgesehenen Regeln und Punktesysteme auf sein Verhalten ausübten. Weiterlesen

Die Quantified Self Community

Photo von der QS Conference (copyright by Apneet Jolly)

Photo von der QS Conference (copyright by Apneet Jolly)

Wer schon öfter unsere Artikel gelesen hat, weiß wahrscheinlich, dass wir uns als Community verstehen bei der jeder mitmachen kann. In diesem Artikel möchten wir beschreiben wie diese Gemeinschaft funktioniert und wie man sich einbringen kann.

Am einfachsten kommt man mit der QS Community bei persönlichen Treffen in Kontakt. Auch im Zeitalter von Social Media hat die alte Methode des Sprechens, Zuhörens und der direkten Interaktion immer noch große Bedeutung. Diese Bedeutung kommt auch durch die Quantified Meetups welche rund um die Welt beinahe täglich stattfinden zum Ausdruck. Diese Meetups sind aus dem einfachen Wunsch entstanden, zu Lernen, was andere Menschen mit der Fähigkeit sich selbst zu beobachten und zu verstehen anfangen. Vier Jahre später lebt die Philosophie des offenen Teilens und des gemeinschaftlichen Lernens in 80 Meetups wie zum Beispiel in Sydney, San Diego oder Hamburg (wo kommenden Montag das erste Show & Tell stattfindet).

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Biohacker Dr. Belusa im Interview

In diesem Interview berichtet Dr. Ralf Belusa von seiner Erfahrung mit dem Tracking verschiedenster Körperwerte. Der Aufbau des Interviews orientiert sich dabei an den drei Grundfragen die auch unsere Show & Tells beantworten. Einen tieferen Einblick gibt der Mediziner auch beim nächsten Quantified Self Meetup am 24. Januar in Berlin.

Hallo Ralf. Welche Daten hast Du gesammelt und warum?

Über die letzten zwei bis drei Jahre habe ich mit verschiedenen Messgeräten, Devices und Apps folgende Parameter gesammelt: Gewicht, Fettanteil, Muskelanteil, Wasseranteil, eingenommene Medikamente, Sportart und Dauer, Ernährung (kJ, Salz, Fett, Vitamine, Kohlenhydrate, Wasser, Zucker und Mineralstoffe), besondere Ernährungsbestandteile, Hautbeschaffenheit, Symptome und Krankheiten, Puls, Blutdruck, Blutsauerstoff, Stimmung, Schlafdauer und Stresslevel.

Wie hast Du es gemacht? (wie hast Du die Daten gesammelt und ausgewertet..)

Um den Aufwand zu minimieren verwende ich eine Art Wechselwirkungsprinzip mit dem ich variabel die jeweils wichtigsten Parameter erfasse. Grundparameter wie Gewicht, Körperfett, Muskeln oder Blutdruck-Puls monitore ich kontinuierlich. Somit bilden diese die Basisparameter, welche den Rahmen vorgeben. Darüber hinaus werden die Wechselwirkungsparameter wie Krankheiten, Symptome und Medikamente, Sport, Ernährung, Hautbeschaffenheit usw. bei Veränderungen oder Wechselwirkungen gemessen. Tritt eine Wechselwirkung oder Veränderung meines Körpers auf, wende ich eine Vielzahl von Messparametern und Einflussgrößen an, um die Wechselwirkung oder Veränderung zu erkennen und zu kontrollieren. Ich verstehe unseren Organismus hier als einen dynamischer Kreislauf, welcher sich kontinuierlich erweitert und verändert. Bei bestimmten Krankheitssymptomen oder Veränderungen, ändere ich zielgerichtet die Ernährung, Medikamente, Sport, um das Gesamtsystem Körper wieder ins Gleichgewicht und optimalere Ausgangslage zu regulieren.

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Spielarten des Selbst-Trackings

(Übersetzung des engl. Originals Types of Self-Tracking von Peter Lewis)

Wie viele von uns, fand ich meinen Weg zu Quantified Self (QS) “von unten nach oben” – das heißt, ich habe durch mein Interesse am Selbst-Tracking (mit Hilfe von Spaced Repetition Software) die vielfältigen Möglichkeiten innerhalb QS Bewegung kennengelernt. Seit diesem Zeitpunkt und insbesondere durch die Organisation unseres ersten Show&Tell in Berlin, habe ich eine Menge mehr über die Selbsthilfe-Tracking Motivation der Menschen sowie QS selbst gelernt.

Meine eigene Liste der unterschiedlichen Spielarten des Selbst-Trackings sowie einige Beispiele findet ihr hier in dieser (sicher nicht allumfassenden) Liste. Die vorgestellten Ausprägungen von Zielsetzungen sind häufig sehr unterschiedlicher Natur, an anderen Stellen gibt es häufig Überschneidungen der Inhalte.

Im Quantified Self Umfeld gibt es Zielesetzungen die sind…

1. …motivationsbestimmt: Sowohl das Ziel, als auch der Weg dorthin sind bekannt. Verfolgt wird eine Entwicklung durch gezielte Dokumentation. Der Fokus liegt dabei oft auf der Integration von sozialen Funktionen sowie der Bildung von Gewohnheiten. Es können jedoch auch komplexere  Mechanismen vorliegen. Phil Libin (von Evernote) verlor z.B. rund 13kg nur durch die Dokumentation seines Gewicht mit Hilfe von Excel-Tabellen, ohne dabei gezielte oder willendlich Änderungen an seiner Ernährung oder täglichen Gewohnheiten vorzunehmen. Bekannte Produkte wie RunKeeper oder Nike+ bedienen sich dieser Wirkmechanismen und finden ihre Anwendung in Sport und Fitness.

2. …unterstützend: Wie bei der motivationbestimmten Vorgehensweise, besitzt die Unterstützende ebenfalls ein festes Ziel sowie die klare Vorstellung des Wegs zur Zielerreichung. Die Quantified Self Methodik d.h. das gezielte Tracking der Daten, sowie die Auswertung können entweder selbst der erfolgsbestimmende Faktor sein, oder maßgeblich zur Effizienzsteigerung des Vorhabens beitragen. Als Beispiel dient hier z.B. die Verwendung von SRS-Softwaresystemen und anderen Dokumentationswerkzeugen, mit dessen Hilfe sich unter anderem chronischen Erkrankungen Quantifizieren lassen. Exemplarisch sei hier MySugr erwähnt dessen Anwendungsbereich die Erfasssung und Dokumentation der Blutzuckerwerte von Diabeteserkrankten ist Weiterlesen

Review Show&Tell #1 – The Berlin Quantified Self Meetup Group

Am 22. November fand das erste Show & Tell der Berliner Quantified Self Meetup Group statt, welche vor wenigen Wochen für die Englisch-sprachige Berliner Community gegründet wurde. Mit rund 70 Teilnehmern war das Treffen die bisher größte Quantified Self Veranstaltung Deutschlands, welche bereits im Vorfeld auf verschiedenen Blogs und Berliner News-Seiten angekündigt worden war. Zu Beginn erfolgte die für viele Quantified Self Gruppen typische “three word introduction”, bei der sich die Anwesenden mit drei charakterisierenden Worten vorstellten. Die Vielfalt der genannten Begriffe und Interessen unterstrich die Vielschichtigkeit der Quantified Self Bewegung und gab eine gute Vorausschau über die Themen, zu welchen sich am späteren Abend beim Networking ausgetauscht werden sollte.

Steve Dean

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